A-Junioren Hessenliga vom 30.08.08

LFV - OSC Vellmar 3:3

   

Tolle Moral nach Abwehrpatzern

Fußball-Hessenliga: A-Junioren des Lichtenauer FV holen gegen OSC Vellmar einen 1:3-Rückstand auf

Einer gegen zwei: Mit einem großen Laufpensum zeichnete sich Lichtenaus Mittelfeldspieler Schanze aus (vorn links), der es in dieser Szene gleich mit zwei Vellmarern zu tun bekommt. Foto: eki

Von Eckehard Meyer

Hessisch Lichtenau. Mal betätigte er sich als Romanschreiber und kritzelte eifrig seinen Notizblock voll, mal war er lautstarker Motivator am Spielfeldrand. Wolfgang Zientek war im Heimspiel seiner A-Junioren des Lichtenauer FV gegen den OSC Vellmar voll gefordert. In gewohnt knalliger Form prangerte er haarsträubende Fehler seiner Hintermannschaft an, um seine Schützlinge bei einem gelungenen Angriff gleich wieder in den höchsten Tönen zu loben.

 

Leidenschaft pur eben beim Trainer des Hessenliga-Aufsteigers, der beim zweiten Auftritt vor heimischem Publikum zu einem gerechten 3:3 (1:3)-Unentschieden gegen die vorher noch punktlosen Gäste kam. "Man muss sich auch mal aufregen und grobe Fehler ansprechen, denn diese rächen sich in dieser hohen Klasse immer fürchterlich", urteilte der LFV-Coach nach einer Partie voller Licht und Schatten.

In Lichtenaus Hintermannschaft funktionierte zunächst nichts. Immer wieder musste der noch vor der Pause gegen Radisavjevic ausgewechselte Menzel den zweifachen OSC-Torschützen Schöttner ziehen lassen. "Die Abstimmung hat überhaupt nicht gepasst, erst nach einer Umstellung von der Vierer- auf die Dreierkette ist das besser geworden", sagte Zientek.

Nach dem Abpfiff nahm er seine Schützlinge nochmals ins Gebet und zeigte die gemachten Fehler auf, dennoch war er am Ende auch ein bisschen stolz auf seine Truppe. "Nach einem 1:3-Rückstand muss man erst einmal wieder ins Spiel finden, und das hat meine Mannschaft wirklich prima gemacht", so die lobenden Worte.

Dabei sah es zunächst gar nicht gut für die Gastgeber aus. Mittelstürmer Degenhardt versiebte eine Riesenchance zum 1:1-Ausgleich (28.), gleich im Gegenzug schaffte Schöttner das 0:2. Und nochmals wurden die Lichtenauer aus allen Träumen gerissen, als nach Arslans Anschlusstreffer erneut Schöttner noch in der gleichen Minute zum 1:3 traf (32.). "Solche Mängel in der Defensive müssen wir künftig unbedingt abstellen und das wird jetzt auch im Training intensiv geübt", erklärte Zientek.

Seine Elf wurde in der zweiten Hälfte immer besser, schnürte den Gegner phasenweise regelrecht in dessen Hälfte ein und hatte weitere Riesenmöglichkeiten durch Degenhardt (65.), Naseri (69.), Macioschek (71.) und Radisavjevic (87.). Allerdings geriet auch der LFV bei einigen blitzschnellen Gegenattacken des OSC vorm eigenen Gehäuse noch mächtig in die Bredouille.

Lichtenauer FV: Dickert - S. Malzfeld, Brandner (46. T. Malzfeld), Menzel (42. Radisavjevic), Schanze, Mobarak, Macioschek (76. Hein), Arslan, Schaumburg (86. Lutterop) - Degenhardt, Naseri.

Tore: 0:1 Lohne (14.), 0:2 Schöttner (28.), 1:2 Arslan (32.), 1:3 Schöttner (32.), 2:3 T. Malzfeld (47.), 3:3 Degenhardt (61.).